Quelle Argentinisches Fremdenverkehrsamt
Quelle Argentinisches Fremdenverkehrsamt
 

Länderinformation Bolivien  

Reisezeit - Klima

Reisen nach Bolivien können zu jeder Jahreszeit unternommen werden. Am schönsten ist die Andenregion in der Trockenzeit von ca. Mai bis Oktober, dem südamerikanischen Winter. Viel Sonne und sehr trockene Luft bei Tagestemperaturen von ca. 20-25 Grad, die Nachttemperaturen sinken nicht selten bis unter den Gefrierpunkt. Im Amazonas-Tiefland dagegen herrscht ganzjährig ein tropisch feuchtheißes Klima mit ergiebigen Regenfällen. Eine besondere klimatische Oase bildet das Becken des Titicacasees.


Einreise - Impfungen - Gesundheit

EU-Bürger und Schweizer benötigen lediglich einen noch mindestens 6 Monate nach Rückkehr gültigen Reisepass. Bei der Einreise müssen Sie eine sogenannte Touristenkarte ausfüllen und den abgestempelten Durchschlag sorgfältig für die Ausreise aufbewahren. Impfungen sind derzeit nicht vorgeschrieben, wir empfehlen jedoch: Malaria-Prophylaxe und Gelbfieber-Impfung (bei Amazonas-Reisen) sowie Tetanus-Schutz. Für eine Weiterreise in alle Länder Lateinamerikas ist eine Gelbfieber-Impfung vorgeschrieben. Ein wirksamer Sonnenschutz ist in den Anden unverzichtbar. Vor der Höhenkrankheit, Soroche genannt, ist niemand sicher, zur Abhilfe hat sich Coca-Tee sehr bewährt.

 
Bevölkerung

Bolivien hat eine Gesamtbevölkerung von ca. 8 Mio Einwohnern. Die Bevölkerung setzt sich aus 55 % Indígenas, 37 % Mestizen, zusammen. Die hispanische Bevölkerung bilden demnach nur 8% der Bevölkerung, sind aber in allen staatstragenden und machtpolitischen Organen und Institutionen überproportional vertreten. Auch noch bezeichnend ist die ethnische Vielfalt mit etwa 30 verschiedenen Volksgruppen; am stärksten vertreten sind die Quechuas (rund 2 Mill.) und die Aymará (rund 1,5 Mill.), die ihre Traditionen weitgehend erhalten können. Der größte Teil der Bevölkerung lebt in den Städten (rund 60 %). Die am stärksten besiedelten Gegenden sind La Paz, Santa Cruz und Cochabamba, während im östlichen Tiefland die wenigsten Menschen leben.

Flora - Fauna

Die Tier- und Pflanzenwelt Boliviens unterscheidet sich sehr stark zwischen der Regionen. So findet man in den kälteren und windigen Hochlandregionen hauptsächlich kurze Grase und Moose, die sich an die dortigen Klimabedingungen bestens angepasst haben. Weitaus üppiger ist hingegen die Vegetation des Tieflandes, welche sich in seiner Unterschiedlichkeit und Farbigkeit mit allen anderen Orten der Welt messen kann. So wachsen dort über 2000 verschiedene Baumarten, darunter auch einige Edelhölzer wie Mahagoni. Unzählige Farne, Orchideen und Palmen bilden den Lebensraum für eine noch vielfältigere Tierwelt. So beheimatet das Tiefland und Amazonas Becken neben Papageien, Harpyen und Storchen natürlich viele verschiedene Affenarten, welche oft in ihrem Rudel laut schreiend durch den Wald toben. Auch Pumas, Jaguare, Gürteltiere und viele Reptilien-, Vogel- und Insektenarten sind in den tropischen Regenwäldern zu Hause. Die am häufigsten anzutreffenden Tiere des Hochlandes sind natürlich die als Lasttiere benutzten Alpacas und Lamas (das hauptsächlich im Altiplano beheimatet ist). Sie dienen nicht nur als Lasttiere, sondern auch als Lieferant für Milch, Fleisch und Wolle. Die aus der gleichen Familie stammenden Vicuñas und Guanacos leben ebenfalls in der Hochebene. Unbestrittener König der bolivianischen Hochgebirgsfauna ist der nicht mehr so weit verbreitete Kondor. Er ist der grösste flugfähige Landvogel und heute noch in den Anden und dem Hochland zu Hause. Aber auch Flamingos kann man an einigen Seen des Hochlandes antreffen. In den Savannen leben Nandus, giftige Schlangen und Termiten.

Sprache

Spanisch ist die Verkehrssprache Boliviens. Neben Spanisch werden noch zwei indianische Sprachen, Ayamara (ca. 1,5 Millionen der Einwohner) und Quechua (ca. 2 Millionen der Einwohner), gesprochen. Neben diesen zwei indianischen Sprachen findet man vor allem im tropischen Tiefland circa 30 verschiedene ethnische Gruppen wie z.B: die Ayoreo, Aruak, Chiriguano oder Mojo, die ihre eigene Sprache sprechen.

Essen & Trinken

So bunt gefächert wie die Bevölkerung ist auch die Küche mit indianischen, europäischen und chinesischen Einflüssen. Unbedingt probieren sollten Sie "Cebiche" (pikant marinierter Fisch oder Merresfrüchte), " Cuy" (Meerschweinchen) oder eine kräftige "Sopa Criolla". Bier aus den Anden-Brauereien schmeckt sehr gut und als Aperitiv ist "Pisco Sour" (Traubenschnaps mit Limonen) nicht wegzudenken. Beim angebotenen Essen aus den Kochtöpfen der Indio-Frauen auf den Straßen sollten Sie Vorsicht walten lassen.


Geld - Nebenkosten - Trinkgelder

Neben der bolivianischen Währung Boliviano wird auch der USD in weitem Umfang akzeptiert. Mit einer deutschen EC-Karte kann man bei vielen Bankautomaten Bargeld abheben, sofern die EC-Karte das "Maestro-Symbol trägt. Daneben werden in den größeren Städten auch die allgemein üblichen Kreditkarten akzeptiert. Da der Wechselkurs für den Euro wesentlich ungünstiger ist als der des Dollars, empfiehlt es sich, Bargeld in Dollar mitzunehmen (vorzugsweise kleine Stückelungen). Das Preisniveau in Bolivien ist wesentlich geringer als in Deutschland. Für Großstädte gilt dies nur bedingt. Trinkgelder werden erwartet, für den Reiseleiter sind 2 - 3,- USD pro Tag angemessen.


Flughafengebühren

Bei Abflug von bolivianischen Flughäfen werden für Inlandsflüge eine Flughafengebühr von z.Z. 15 Bolivianos (Stand September 2005), für Auslandsflüge in Höhe von 25 USD erhoben. Von dieser Gebühr befreit sind Transitreisende, die sich nicht länger als 12 Stunden in Bolivien aufhalten, sowie grundsätzlich Kinder unter zwei Jahren.

Sicherheit

In touristischen Städten ist der Anteil der Taschendiebe hoch. Man sollte sehr gut auf sein Gepäck sowie Wertsachen aufpassen und sich nie von einheimischen Personen auf der Straße ablenken lassen. Geld sollte auch niemals auf der Straße, sondern lediglich in den Wechselstuben gewechselt werden, da man fast nur Scheine erhält und die Anzahl dieser meist nie mit dem eigentlichen Wechselkurs übereinstimmt. Die Wechsler sind dann aber schon längst verschwunden, wenn man mit dem Nachzählen fertig ist.

Botschaft von Bolivien